"Raum (0)"  besteht seit 2007 und hat seither zahlreiche Performances und Theaterstücke realisiert. "Raum (0)" arbeitet bewusst frei vom Kapital. Der Wert ist ein anderer. 

 

2008: Ding, Name, Besitz, Zwang // 2008: Josef, Maria, J., KKK der Löser und das Tier // 2009: Zensur //2009: Euphorie der Langsamkeit // 2010: Miniaturen der Abweichung //2010: Gilgamesch' Rückkehr //2010: Und nichts passiert // 2011: Spielshow de Luxe - Gewinne was es noch nicht gibt // 2011: Hirn Toupet // 2011: Parcours der Sehnsucht // 2012: Splitter machen // 2013: Zersetzung der Mikrophobien - 24 Stunden // 2015: Sammlungen gehende sprechen // 2015: Sichtflächen und Begegnungstöne // 2017: Fressen // 2018: Liebesübungen // 2018: Euphorie des Zerfalls

 

EUPHORIE DES ZERFALLS

performativer Spaziergang durch Wiesbaden (2018)

 

IN THE NAME OF LOVE oder EUPHORIE DES ZERFALLS Demonstration für die Kunstfreiheit, die nur zu einer wurde weil uns das ANDERE nicht erlaubt wurde

FRESSEN

 

von und mit "Raum (0)"

2017

 

Freiheit - nicht zweifeln nicht kämpfen

Liebe: weder vertrauen noch glauben

 

Das moderne Überfließen der Menschen in den dauermöglichen Überfluss drückt sich im vielfältigen Akt des Fressen aus.

Wir fressen die Tiere, die Pflanzen, die Erde, die Waren, alles Weitere und uns selbst.

Am Fressakt schimmert die Konstruktion des Ich, das Angetrieben in ständiger Unruhe niemals satt wird.

Wir können noch soviel in uns hineinschlingen, unsterblich werden wir dennoch nicht

 

 

Fotos: Simon Hegenberg

Sammlungen - Gehende sprechen

 

von und mit "Raum (0)" (2014)

 

Sammlungen - Gehende sprechen handelt von Brücken, Begegnungen und Grenzgängen. Nur wer geht, gelangt von einer Seite zur anderen und nur wer geht, kommt irgendwann an eine Grenze.

 Die Zuschauer bleiben nicht stehen, sondern wandern mit. Von einer Seite zur anderen.

 

Gewinnerprojekt des von den Kulturdezernaten Mainz/Wiesbaden ausgeschriebenen Förderpreises „Brückenschlag 2014".

 

Jury:

„Die Jury hat vor allem überzeugt, dass der Brückenschlag nicht nur bildhaft, sondern ganz real vollzogen wird und damit die beiden Städte, die beiden so verschiedenen Stadträume zusammenbringt“, heißt es in der Begründung: „Der interdisziplinäre Ansatz, die Prozesshaftigkeit und die Suche nach einer dazu passenden, wirklich neuen Idee sind die Stärken des Konzepts von ,Sammlungen. Gehende sprechen.‘ Zudem wird Theater hier auf die Straße gebracht und findet nicht in geschützten Räumen statt." (2014)

 

Presse:

Genau einen Monat ist es her, dass die freie Performancegruppe „Raum (0)“ den ersten Teil ihrer interdisziplinären Inszenierung „Sammlungen Gehende Sprechen“ in Mainz aufführte. Ein ganzes Sammelsurium von Eindrücken blieb von dem warmen Spätsommertag im Gedächtnis. Die Reinszenierung fand im Walhalla-Theater statt und in gewisser Weise schloss sich der Kreis. Die bisweilen absurd anmutenden Einfälle von „Raum (0)“ entfalten ihre eigene Komik.

Dann wird man zum Einzelgespräch gebeten. Ein Performer fragt, welche Vorstellungen  man vom Theater man habe. Er changiert gekonnt zwischen Sendungsbewusstsein und ausgeprägtem Unernst. „Wir wollen das Baumstammprinzip überwinden und zum Pilzwachstum gelangen!“ Rums! Schauspieler und Publikum sollen einander aus ungewohnten Perspektiven betrachten, die Konfrontation wird so freier und auch chaotischer. Am Rheinufer wurden den Teilnehmern Würstchen und Pommes spendiert. Kurz wünscht man, „Raum (0)“ hätte im Walhalla einige Joints herumgehen lassen. Dann besinnt man sich. Die Videos vom Rhein, der Heuss-Brücke, „jener Welle aus Stein und Stahl“ (Hanns-Josef Ortheil), die Schauspielerinnen und der stoische Brandstifter wirken ohne Hilfsmittel. (Wiesbadener Kurier)

 

Konzept: Buchmann, Krajnik, Weiss

Performance: "Raum (0)" und Gäste

3 FRAUEN

(Szene auf dem Weg im Irgendwo)

 

3 Frauen vollziehen ein Ritual.

Aus Sinn wird Wahnsinn. Radikale Sinnlichkeit.

 

"Ich säte. Ich säte das Leinenkorn. Ich säte und ich sprach vor mich hin oh, lieber Freund komm zurück. In Stiefeln drehte ich mich im Kreise. Ich drehte Kreise. Ich säte und ich sprach vor mich hin oh, lieber Freund komm zurück und beruhige mein Köpfchen."

(aus einem ukrainischen Volkslied)

 

Choreografie | Mareike Buchmann

Tanz | Lena Kunz, Lisa Oliinyk, Mareike Buchmann

Gesang: Lisa Oliinynk