Wellen (2021)

"Die Wellen steigen; ihre Kämme kräuseln sich; sie die Lichter auf den Mastspitzen. Sie haben sich zerstreut, sie sind untergegangen, alle, außer meinem Schiff, das auf der Welle reitet und vor dem Sturm segelt und die Inseln erreicht...(Virigina Woolf: Wellen)

 

WELLEN ist das Auf-und Abschwellen von Begebenheiten, ein zerfließen von Zeit, die sich an den Rändern als gegenwärtiges kräuselt. Das Solo entfaltet sich als fluider Reigen unaufdringlicher Gesten und Bewegungen und ist gleichzeitig auf der Suche nach Störungen und Unterbrechungen. Es erforscht unterschiedliche Möglichkeiten, am Geschehen beteiligt zu sein, es zu beeinflussen oder davon beeinflusst zu werden. Eine Frau steht dabei Inmitten. Sie wartet, beobachtet, greift ein. Stets ist sie, wie alles andere im Raum, nur ein Teil des Gesamten.

 

Mit WELLEN intensiviere ich meine Idee von einer Aufführungspraxis als fluider Struktur, in der sich Bewegungen, Handlungen und Soundkompositionen intuitiv und situativ choreografieren und arrangieren. So lässt WELLEN die Grenzen zwischen Tanz, Sound und Installation durchlässig werden und fordert die Zuschauenden dazu auf, ihre eigenen Erfahrungen zu machen, indem einzelne Details herangezoomt, andere vernachlässigt werden können.

 

Konzept, Tanz, Sound, Raum: Mareike Buchmann

Raum, Objekte: Theresa Lawrenz

Begleitendes Auge: Robert Krajnik

Musikalische Assistenz: Mirko Danihel

 

Daten

Premiere am 5.11.2021 Walkmühle Wiesbaden

 

Gefördert durch: Kulturamt Wiesbaden, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Brückenstipendium der Hessischen Kulturstiftung